madate
Hexenwels-Kenner
  

Dabei seit: 05.05.2006
Beiträge: 927
Herkunft: München
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| Taxonomie |
Die Taxonomie der Hexenwelse war bis 2001 recht übersichtlich und bestand nur aus der validen Gattung Rineloricaria
Bleeker, 1862. Es gab zwar die Gattung Hemiloricaria, die ebenfalls von Bleeker, 1862 aufgestellt wurde, die aber nur als
Synonym galt. Seit 2001 sind nun drei weitere Gattungen aus der Gattung Rineloricaria hervorgegangen. |
Dasyloricaria: Die Typusart ist D. filamentosa. Ob diese Gattung schon jemals nach Deutschland importiert
worden ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Die Gattung umfasst 5 Arten:
- Dasyloricaria capetensis (Meek & Hildebrandt, 1913)
- Dasyloricaria filamentosa (Steindachner, 1878)
- Dasyloricaria latiura (Eigenmann & Vance, 1912)
- Dasyloricaria seminuda (Eigenmann & Vance, 1912)
- Dasyloricaria tuyrensis (Meek & Hildebrandt, 1913)
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Fonchiichthys: Die Typusart ist F. uracanthus.
Diese Gattung wurde 2001 von Isbrücker & Michels neu beschrieben und stellt einen Dedikationsnamen dar. Der Name
Fonchiichthys setzt sich aus Fonchii und Ichthys (gr. = Fisch) zusammen. Fonchii Chang Matzunaga war Wissenschaftlerin
und ist tragischerweise 1999 auf einer ichthyologischen Sammelreise in Peru ums Leben gekommen. Fonchiichthys hat einen
flachen, breiten Körper, dessen Bauch komplett verknöchert ist. Desweiteren ist das obere Caudalfilament körpernah verdickt.
Beim Eintritt in die Geschlechtsreife zeigen die Männchen Odontoden am Körper.
Fonchiichthys steht der Gattung Rineloricaria sehr nahe, hat jedoch einen gänzlich anderes Verbreitungsgebiet. Wenn das nicht gegeben wäre, gäbe es diese Gattung vermutlich nicht. |
Hemiloricaria: Die Typusart ist H. caracasensis. Der Name Hemiloricaria setzt sich aus dem griechischen "hemi"
für halb und Lorcaria zusammen. Hemiloricaria sind schlanke Welse, deren Bauchseite ebenfalls komplett mit Hautverknöcherungen
überzogen sind. Die Bauchflossen setzen unterhalb der Rückenflosse an. Die Schwanzflosse (Flossenformel: I-10-I; I = oberer
unverzweigter Flossenstrahl, 10 = verzweigte Flossenstrahlen, I = unterer unverzweigter Flossenstrahl) zeigt im oberen, aber auch
im unteren Flossenstrahl fadenförmige Verlängerungen, die Caudalfilamente. Ein Sexualdimorphismus seitens der Männchen zeigt
sich in Form von Odontoden, die am Schnauzenrand, den Brustflossen und zum Teil auch auf dem Kopf vorhanden sind. Die Odontoden
auf dem Kopf sind bei Hemiloricaria relativ lang und gerade, wobei sie bei Rineloricaria kleiner bleiben und nach hinten gerichtet
sind. |
Ixinandria: Die Typusart ist I. steinbachi. Ob diese Gattung schon jemals nach Deutschland importiert worden ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen,
wahrscheinlich ist es aber nicht. Die Gattung umfasst nur zwei Arten:
- Ixinandria montebelloi (Fowler, 1940)
- Ixinandria steinbachi (Regan, 1906)
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Leliella: Die Typusart ist L. heteroptera.
Diese Gattung wurde 2001 von Isbrücker neu beschrieben und stellt einen Dedikationsnamen dar. Der Gattungsname Leliella wurde Isaäc
Lelie gewidmet. Dieser war der Großvater von Isaäc Isbrücker. Die Bauchseite dieser Gattung ist komplett mit Hautverknöcherungen
bedeckt. Der obere Caudalstrahl ist verlängert. Die Männchen zeigen hypertrophierte Odontoden als schwach ausgeprägten Backenbart.
Dieser besteht aus dünnen, langen Borsten. Weiterhin sind Odontoden auf dem Kopf und den Brustflossen festzustellen. |
Rineloricaria: Die Typusart ist R.lima.
Die Vertreter dieser Gattung zeigen Odontoden im männlichen Geschlecht, die als Backenbart, auf dem Kopf und den Brustflossen
auftreten. Der Ansatz der Rückenflosse liegt fast dem Ansatz der Brustflossen gegenüber. Rineloricaria besitzen zweispitzige
Zähne, deren Ende sich zuspitzen. |
| Allgemeine Übersicht |
Familie |
Loricariidae |
| Unterfamilie |
| Loricariinae | Bonaparte, 1831 |
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| Tribus |
| Loricariini | Bonaparte, 1831 |
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| Subtribus |
| Rineloricariina | Isbrücker, 1978 |
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| Gattungen |
| Dasyloricaria | Isbrücker & Nijssen, 1978 |
| Fonchiichthys | Isbrücker & Michels, 2001 |
| Hemiloricaria | Bleeker, 1862 |
| Ixinandria | Isbrücker & Nijssen, 1979 |
| Leliella | Bleeker, 1862 |
| Rineloricaria | Bleeker, 1862 |
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